
Meine Mutter stammt aus einem streng katholischen Elternhaus, mein Vater aus einem Protestantischen. Da in meinem Heimatort in Lohrhaupten überwiegend evangelische Kirchengänger leben, beschlossen meine Eltern mich evangelisch zu taufen.
So kam es, dass ich als kleiner Junge jeden Sonntag in die Sonntagsschule geschickt wurde. Dort waren überwiegend Mädchen und deshalb ging ich immer gegen meinen Willen hin. Mit 14 Jahren wurde ich dann widerwillig konfirmiert, aber eben wegen der Kohle und nicht aus einer lebendigen Überzeugung heraus. Nach meiner Konfirmation dachte ich auch noch eine ganze Zeit intensiv über Gott nach. Meine Kumpels aber lebten ein ganz anderes Leben. Zigaretten, Gras rauchen, Vollrausch, Autoklau, Mädchengeschichten und Schlägereien etc. gehörten einfach dazu um cool zu sein. Keiner fragte nach Gott und so tat ich es dann auch nicht mehr. Doch irgendwie wusste ich immer, da gibt es irgendjemand, da oben, irgendwie!
Als ich immer mehr in heftigere Drogenkreise kam und dann auch von starken Drogen abhängig war, begann ich mehr und mehr nach „einer Erfüllung“ zu suchen. Denn in den verschiedenen Drogen, die ich neben dem Konsum auch noch im großen Stil dealte, fand ich keinen dauerhaften Frieden.
Ich ging stetig meiner Arbeit nach, suchte zunächst meine Bestätigung in der Arbeit und war sehr stolz noch nie arbeitslos gewesen zu sein. Ich konsumierte aber riesige Mengen an chemischen Drogen. Dann mit 18 Jahren hatte ich einen schweren Autounfall. Als ich mich schwer verletzt zur 1 Km entfernten Hauptstrasse schleppte um Hilfe zu holen, begegneten mir zwei Engel, die mich begleiteten. Aufgrund dieser Begegnung und vielen offenen Fragen, begann ich den Koran auf Deutsch zu lesen. Ich war sicher, dass es doch irgendwie möglich sein musste, Übernatürliches zu sehen und zu erleben. Es muss ja noch einen anderen Weg in den Himmel geben, dachte ich. Ich lebte diese Religion, den Islam, sehr intensiv aus. Ich betete auf Arabisch, besuchte die Koranschule und machte rituelle Waschungen. Doch der Islam füllte mich nicht aus und gab mir keine Antworten auf meine Fragen. Nebenher las ich deshalb viele esoterische Sachen und probierte viel aus. Ich dachte, ich müsste etwas tun um Gott zu gefallen. Außerdem waren die Discotheken nicht nur mein Zuhause, sondern machten eigentlich meine ganze Lebenseinstellung aus. Kein Wunder, dass mein Vater mich aufgrund meines irren Lebensstils schließlich enterbte. Mit 20 Jahren war ich dem exzessiven Drogenkonsum so sehr verfallen, dass ich nicht mehr merkte mit welchen Personen ich eigentlich zu tun hatte. Als ich dann öfters in lebensgefährliche Situationen geriet, in denen ich wegen kleinen Meinungsverschiedenheiten fast umgebracht worden wäre, begann ich meine Überzeugungen in Frage zu stellen.
Meine Mutter lebte das Christsein nie aufdringlich, dafür aber sehr beständig, echt, konsequent und vorbildlich vor. Natürlich betete sie sehr viel für mich. Sie las mir auch häufig aus der Bibel vor, aber ich hörte eigentlich nur aus Höflichkeit ihr gegenüber zu.
Eigentlich langweilte mich das ganze sehr und ich dachte an ganz andere Sachen.
Irgendwann, an einem Nachmittag, nach einer Woche ohne Schlaf, befand ich mich auf einem wirklich heftigen LSD-, Ecstasy-, Kokain-, Pilze-, Hasch-Trip.
Durch die ganzen Substanzen geriet ich in einen sehr gefährlichen depressiven Zustand, in dem ich völlig verzweifelte.
Ich fing an, richtig laut zu Gott zu schreien: “Wenn es dich da oben wirklich gibt und du wirklich allmächtig bist, du alles geschaffen hast, Liebe empfinden kannst und ich dir nicht egal bin, dann zeige dich jetzt in meinem Leben oder leck mich am Arsch!”
Das war mein erstes wirklich ernst gemeintes Gebet!
Eines Mittags schickte mir Gott dann so gegen 15.00 Uhr seine Leute vorbei. Ich war wieder mal nach einer exzessiven Discodrogennacht auch diesmal immer noch total drauf. Sie nannten sich Jesus Freaks und kamen in einer Frankfurter Straße auf mich zu, meinten ich sähe aus, als ob ich mal in der Bibel lesen müsste. Dann steckten sie mir plump noch eine Broschüre in die Jackentasche. Als ich dann irgendwann mal wieder klar in der Birne war, fand ich dieses Heft und las von heftigen Drogensüchtigen, die durch die Liebe dieses Jesus, Gott persönlich kennen lernten. Das machte mich neugierig und ich beschloss mich etwas näher mit dieser Materie zu beschäftigen.
Deshalb klaute ich dann meiner Mutter eine ihrer vielen Bibeln und fing heimlich an, darin zu lesen. Sie sollte ja auf gar keinen Fall mitkriegen, dass ich mir über das, was sie mir ständig erzählte, tatsächlich Gedanken machte. Aber eigentlich verstand ich überhaupt gar nichts von all dem, was drin stand. Ich dachte, das muss wohl an den vielen Substanzen gelegen haben, die ich mir ständig einbaute. Aber trotzdem ließ mich das alte Buch nicht los!
Ich weiß nicht wie, aber jedenfalls muss meine Mutter etwas gemerkt haben. Sie sprach mich darauf an, ob ich beim Bibellesen etwas verstehen würde.
Da hatte sie genau das angesprochen, was mich seit Monaten beschäftigte. Sie meinte, ich sollte Jesus bitten, mir alles aufzuzeigen, es wäre ein verschlossenes Buch und so.
Irgendwann schrie ich dann ein zweites Mal zu Jesus, dass ich jetzt wissen will was Gott eigentlich zu mir und meinem Leben zu sagen hat.
Ein paar Tage später als ich auf dem Klo die Bibel las und zu <Lukas 15:11-32> kam, wusste ich, das Gott gerade in mein Herz redete. Ich las: “Das Gleichnis vom verlorenen Sohn”. Das genau war meine Geschichte! Endlich hatte ich etwas entdeckt, wo Gott offensichtlich durch die alten Geschichten zu mir redete. Ich wusste gleich, dass ich sehr weit von Gott entfernt lebte und dass ich allein daran schuld war. Ich ging auf die Knie und flehte um Vergebung.
Das richtige Leben fing jetzt heftig zu pulsieren an. Ich bekam einen für mich unnormalen Drang, mit Jesus in der Bibel zu lesen und zu suchen, ob es da noch mehr gab, was auf mich passte. So fand ich immer mehr Stellen in denen Gott den Menschen Versprechungen macht. Und so fing auch ich an, diese für mich persönlich einzufordern.
Immer stärker wurde dieser eigenartige Sog, hin zu der Liebe Gottes, dass ich darüber nicht mehr schweigen konnte. Ich ging in Discotheken und verteilte genau dort das Wort Gottes, wo ich zuvor harte Drogen verkauft hatte.
Ich erlebte und spürte in dieser Zeit Jesus so stark, dass ich meinen Lebensstil radikal änderte und mich ganz auf den Plan Gottes konzentrierte, den er mit meinem Leben hat. Ich wollte nichts lauwarmes, denn alles was ich bisher gemacht habe, habe ich entweder ganz oder gar nicht gemacht!
Dauerhaften Frieden bekam ich erst, als ich den unsichtbaren Gott persönlich darin erlebte, indem er mein ganzes Sein mit seiner Liebe komplett ausfüllte. Ich wurde frei von dem quälendem innerlichen gedrängt sein nach dem Mehr in meinem Leben. Die Kurzzeitigen Befriedigungen egal welcher Art wurden einfach durch seine Liebe verdrängt.
Gott macht jedem Menschen persönlich Versprechungen. Es liegt nur an uns, diese auch für sich selbst in Anspruch zu nehmen!
Lies doch mal selber nach und nimm diese Aussagen für Dich selbst in Anspruch.
Matthäus. 11,28; Psalm. 139; 145,18; Johannes. 3,16; 14,6.
Und hier die Wichtigste 1.Petrus Brief 5,7
Erst dann merkte ich, dass meine Sucht nach Drogen eigentlich ein Suchen nach Gott war. Aber eine Kirche, so dachte ich, brauche ich nicht!
Vor meiner Entscheidung das Leben mit Gott zu gestalten beobachtete ich die „Christen“ sehr genau. Ich dachte, so wie die lauwarmen Milchtrinker will ich mal nicht werden! Gerade diese stolze Einstellung hielt mich lange von den Gemeinden und Hauskreisen fern. Wozu sollte ich mich einem Verein anschließen, wenn ich alleine doch viel effektiver sein konnte? Vor der Entscheidung mein Leben mit Gott zu gestalten, war ich ja auch irgendwie ein Einzelkämpfer.
So erzählte ich abgefüllt von der Liebe, dem Frieden und der Gnade Gottes, jedem Menschen, mit dem ich in Kontakt kam, überall, ob gerade passend oder nicht, wie genial es ist, Gott persönlich durch Jesus kennen zu lernen.
In dieser Zeit las ich kontinuierlich das ganze neue Testament innerhalb einer Woche komplett durch. Ich wollte jetzt unbedingt wissen, wie alles begann und schlief sogar spätabends über der Bibel ein.
Das ist jetzt gut 7 Jahre her, dass ich mein Leben mit Jesus festgemacht habe und diese Entscheidung habe ich auch während harten Erlebnissen noch nie bereut!
Am Anfang dieses neuen Lebens mit Jesus dachte ich: „Jesus und ich wir müssen die ganze Welt retten“. So machte ich mich auf den Weg zu denen, die wohl am weitesten von Gott entfernt zu sein scheinen. Ich ging zu den Wahrsagern und Esoterikern. Weil ich die Kraft Gottes auf mir spürte, hielt mich das auch nicht davon ab, zu ihren Treffen zu gehen. Aber einmal, als ich eine Wohnung betrat, bemerkte ich eine sehr merkwürdige Stimmung. Ich hatte kein Problem damit, dass ich es hier mit Menschen zu tun hatte, die alles mögliche Esoterische anwandten um sich spirituell auf das Übernatürliche einzulassen. Dort begegnete ich wirklich einigen merkwürdigen Sachen. Von weißer und schwarzer Magie, vom Kartenlegen und Zukunftsvorraussagungen bis hin zu Flüchen wandten sie alles an. Während eines Gesprächs mit ihnen, verlor ich JESUS langsam aus dem Blickfeld, und plötzlich machte sogar das Pentagramm für mich einen Sinn. In diesem Moment wanderte ich wirklich im finstersten Tal meines Lebens und ich hatte echt Todesangst.
Ich bin damals alleine, noch neu im Vertrauen an Jesus, in diese Hexenhäuser gegangen, unter dem Vorwand, denjenigen zu helfen, die auf ziemlich irre Wege ihre Spiritualität auslebten. Damals habe ich die Macht des Bösen an meinem eigenen Körper deshalb hart zu spüren bekommen, weil ich mich nach mehr als Jesus alleine in meinem Leben ausstreckte!
Während eines Besuches hatte ich zunächst gute Gespräche über Jesus. Plötzlich war ich nicht mehr fähig zu sprechen und konnte mich gleich daraufhin auch nicht mehr bewegen. Das waren die Auswirkungen eines Fluches, der auf mich gelegt wurde. Ich konnte nichts mehr machen. Nur noch der Name JESUS fiel mir in dieser äußerst heftigen Situation ein. So schrie ich zu meinem Retter in meinen Gedanken. Wie im Delirium stürzte ich dann aus diesem Haus und hatte eine richtig miese, schlaflose Albtraumnacht.
Als ich am nächsten Morgen zufällig mit meiner Mutter telefonierte, fragte sie mich, ob am letzten Abend etwas passiert sei, denn sie hatte da sehr intensiv für mich gebetet. Sie gab mir dann die Nummer von einem ihr bekannten christlichen Esoterik - Spezialisten. Der meinte, ich soll am besten gleich vorbeikommen, er könnte mir helfen, von der Verfolgungsangst frei zu werden.
Nun wohnte der Bekannte ca. 100 Km weit weg und ich machte mich damals nach einem Horrorarbeitstag direkt nach der Spätschicht um 23.00 Uhr total übermüdet mitten in einem Schneesturm auf den Weg nach Rothenburg. Während der Fahrt bekam ich so heftige Müdigkeitsanfälle, dass ich mehrmals beinahe Unfälle verursacht hätte. Dort sagte ich mich von allen Bindungen und Konfrontationen mit dem Bösen los und erlebte ein weiteres Mal richtige geistige Freiheit. Dieser Seelsorger riet mir dann, dass ich mir eine Gemeinde, also Kirche, in Ingolstadt suchen sollte. Er meinte: „denn seine Kämpfe kämpft man besser nicht alleine“!
Auf der Suche nach Gemeinschaft mit Christen, fand ich zunächst nichts außer einem Treff junger Mütter, die alle gerade ihr erstes Kind bekommen hatten. Ich war deshalb dort der einzige Mann, weil ihre Ehemänner gerade meine Gegenschicht arbeiteten. Wir lasen dort gemeinsam die Bibel und tauschten uns über die unterschiedlichsten Themen und Probleme aus. Ich erlebte echtes Interesse und gewann neue Schwestern und lernte viele geistige Zusammenhänge kennen!
Irgendwann starten wir zu dritt einen Jugendbibeltreff in Ingolstadt, dem sich nach und nach viele anschlossen. Die Leute dort wurden mir zu einer schützenden Festung. Wir hatten manchmal Gebetsnächte von abends 23 Uhr bis morgens um 6 Uhr. Gebet bekam so für mich eine neue Bedeutung und wurde von da an zu meiner Lebenseinstellung. Ich erlebte oft, dass in unserer Gemeinschaft Leute geheilt wurden.
Durch die negativen Erlebnisse in meinem Leben weiß ich, dass mit den finsteren Mächten nicht zu spaßen ist. Aber durch die lebendige Beziehung zu JESUS Christus dürfen wir den Sieg über diese Mächte haben. Er hat ihnen die Macht und Waffen über uns genommen, damit alle Menschen frei sein können.
Am 30.06.2002 habe ich mich dann taufen lassen und bekam einen Bibelvers, der in 1.Timotheus 6,12 steht:
„Kämpfe den guten Kampf des Vertrauens, und ergreife das ewige Leben,
wozu du berufen bist, gerade weil du das gute Bekenntnis
vor vielen Zeugen bekannt gemacht hast!“
Ich habe mich dann verbindlich der freien evangelischen Gemeinde in Ingolstadt angeschlossen. Seitdem setze ich mich für die Menschen in meiner Umgebung ein, damit sie Gott kennen lernen können. Ich erlebe gerade deshalb auch Verachtung oder das Belächeln meiner alten Freunde, meiner Familie oder von übrigen Menschen mit denen ich zu tun habe.
Ein Jahr später, als ich wegen eines Unfalls viel Zeit zum Nachdenken hatte, bemerkte ich, dass Gott mich noch mehr als sein Werkzeug gebrauchen wollte. Durch die Besuche der verschiedenen Jesus Freaks Gemeinden, spürte ich, dass da noch mehr war, was es zu entdecken gibt und man sich noch mehr Zeit nehmen sollte, aktiv am Kennen lernen von Gottes Persönlichkeit zu arbeiten.
So kam ich dann Mai 2003 zur Zeltmission wo ich als Diakon eine sehr spannende Arbeit tun durfte. Dort wurde der Wunsch nach einer soliden biblischen Ausbildung wach.
Seit Juli 07 bin ich jetzt diplomierter Theologe und während des Bibelstudiums habe ich meine Verlobte kennen gelernt, mit der ich jetzt seit Januar 07 auf dem gemeinsamen Lebensweg bin um zusammen Menschen authentisch ungezwungen mit Gott in Verbindung zu bringen. Dafür und noch
vieles mehr
ehre ich Gott!
Jeder Mensch, ob er will oder nicht, trifft eine persönliche Entscheidung. Entweder um sein Leben mit Gott zu gestalten oder halt einfach ohne. Jeder Mensch, der sich noch nicht für eine verbindliche Lebensgestaltung mit Gott entschieden hat, hat automatisch schon eine dagegen getroffen. Tja, Gott drängt sich eben nicht so in unser Leben hinein, wie es die unermesslichen Kurzzeitbefriedigungen und der angeeignete Wunsch ständig mehr haben zu müssen, uns aufdiktieren.
Ich bitte Dich da Draußen, an Gottes Stelle:
„Fang an das Leben in Jesus zu suchen um Dich täglich von ihm beschenken zu lassen.“
Nur so kannst Du neu anfangen und ein echtes erfülltes Leben, schon jetzt und hier haben!
Gott wartet auf Deine Einladung!
Zögere nicht und fang gleich damit an ihn in dein Leben ein zu laden, Gott wartet darauf!

3 comments:
Servos Adelphos, cooles zeugnis
Grussos Adelphos deinos
Whoa... krasse Story!!! Danke fürs Erzählen!! :) Bis bald, Th.eda
hey alter gibts auch mal wieder neuigkeiten von dir? war letzten sonntag mit dem beat cool klettern... hab übrigens noch kletterschuhe von dir
adelphos deinos
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